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Das solltest Du über Helmvisiere wissen!

Auch die Visiere moderner Integralhelme sind irgendwann hinüber. Ein paar Tipps von 24Helmets.de, worauf man beim Kauf von Ersatzvisieren achten sollte.

Das Visier eines Integralhelms hält in der Regel nicht so lange wie der Helm selbst. Alltägliche Belastungen wie Staub, Sand, Rollsplitt, hartnäckige Insektenrückstände und auch unsachgemäße Reinigungsversuche verursachen schnell feine Kratzer und Eintrübungen. Diese Beschädigungen verschlechtern die Sicht und beeinträchtigen so die Sicherheit.

Glücklicherweise gibt es für die gängigen Helmmarken Ersatzvisiere in großer Menge und in vielen Variationen. Doch aufgepasst: Nicht alle angebotenen Visiere sind regelkonform. Damit du beim Kauf nicht daneben langst, findest du hier ein paar Tipps zum Thema.

Welche Regeln gelten für Helmvisiere in Europa?

In Europa bestimmt die ECE-Regelung Nr. 22 alle Anforderungen an Motorradhelme und deren Komponenten, wie zum Beispiel Visiere. Aktuell ist die Version ECE-R 22.06 maßgebend.

Aus welchem Material bestehen Helmvisiere?

Die meisten Motorradvisiere bestehen aus Polycarbonat. Dieser durchsichtige Kunststoff ist besonders hart, schlag- und splitterfest, was für die Sicherheit entscheidend ist.

Darf man ein Helmvisier aufpolieren, wenn es Kratzer hat?

Es wird nicht empfohlen, Helmvisiere aufzupolieren. Unter anderem können Polierversuche zu kleinen Unebenheiten auf der Oberfläche führen, die das Licht anders brechen und somit Blendeffekte verursachen können.

Worauf sollte man beim Kauf eines Helmvisiers achten?

Achte beim Kauf deines Helmvisiers immer darauf, dass es ein E-Prüfzeichen besitzt. Ohne dieses Zeichen ist das Visier nicht für den europäischen Straßenverkehr zugelassen. Steht neben dem E-Prüfzeichen noch "DAYTIME USE ONLY" auf dem Visier, bedeutet das, dass du es ausschließlich bei Tageslicht und guten Lichtverhältnissen (also auch nicht bei Regen oder Nebel!) verwenden darfst.

Was müssen moderne Helmvisiere leisten, um ein E-Prüfzeichen zu erhalten?

Laut ECE-R 22.06 müssen alle Visiere mindestens 80 % des Lichts durchlassen (der Fachbegriff dafür ist Lichttransmission), um ein E-Prüfzeichen zu erhalten. Darüber hinaus werden auch die Visiergröße, die optische Qualität, die Größe des Gesichtsfeldes sowie die Oberflächengüte und die Kratzfestigkeit streng geprüft.

Dürfen Helmvisiere auch weniger als 80 % Licht durchlassen?

Ja, eine Lichttransmission von mindestens 35 % ist unter bestimmten Umständen zulässig. Diese Visiere sind in der Regel getönt oder mit einer metallisch reflektierenden Oberfläche versehen. Photochrome (selbsttönende) Visiere oder Flüssigkristall-Visiere müssen mindestens 20 % Licht durchlassen. Wichtig ist, dass diese Visiertypen mit den englischen Worten „DAYTIME USE ONLY“ (Nur für den Tagbetrieb) oder einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet sein müssen. Fahrten in der Dämmerung, bei Nebel, Regen und natürlich bei Dunkelheit sind mit solchen Visieren allerdings tabu.

Sind photochrome Visiere problematisch?

Ein potentielles Problem bei photochromen beziehungsweise selbsttönenden Visieren ist die Zeit, die sie zum Abdunkeln oder Aufhellen benötigen. Bei Tunneldurchfahrten kann dies kritisch werden, da das Aufhellen des Visiers länger dauert.

Sind farbige Helmvisiere (rot, gelb, grün, blau) erlaubt?

Ja, farbige Visiere erfüllen die ECE-R 22.06, sofern sie eine Lichttransmission von mindestens 35 % aufweisen. Zudem dürfen sie Farben von Verkehrszeichen (Rot, Gelb, Grün) und -signalen (Blau) nicht so stark dämpfen, dass es zu Verwechslungen kommen kann.

Hilft ein Anti-Beschlag-Spray gegen das Beschlagen des Visiers?

Ja, Anti-Beschlag-Sprays sind durchaus effektiv. Sie erzeugen einen unsichtbaren Film auf der Innenseite des Visiers, der das Beschlagen verhindert. Die Wirkung hält in der Regel mehrere Tage bis Wochen an.

Was ist eine Pinlock®-Scheibe?

Eine Pinlock®-Scheibe ist eine flexible Kunststoffscheibe, die innen am Helmvisier angebracht wird. Dazu besitzt das Visier meist zwei kleine Stifte, die sogenannten "Pins", am linken und rechten Rand des Sichtfeldes. Pinlock®-Scheiben nutzen zwei Prinzipien, um eine beschlagfreie Sicht zu gewährleisten: Zum einen zieht die  feuchtigkeitsabsorbierende Oberfläche Wassermoleküle effektiv an und speichert sie. Zum anderen bildet das Vakuum zwischen der Pinlock®-Scheibe und dem Visier eine thermische Barriere, die Kondensation auf dem Visier verhindert.

Was bedeuten die Zahlen 30, 70, 120 hinter dem Namen Pinlock®?

Diese Zahlen stehen für die Anti-Beschlag-Leistungsstufen der Pinlock®-Scheiben. Von der Stufe 30 für Wochenendfahrer bis zur Stufe 120 für Rennprofis bietet Pinlock® unterschiedlich leistungsfähige Scheiben an, die auf verschiedene Anforderungen zugeschnitten sind.

Was ist Pinlock® XLT®?

Pinlock® XLT®-Scheiben sind klarer und weisen eine höhere Lichtdurchlässigkeit auf. Das sorgt für hellere Farben und mehr Kontrast beim Fahren. Ihre zusätzliche Helligkeit macht die XLT®-Scheibe für den Nachteinsatz besonders geeignet.

Gibt es Pinlock®-Scheiben für jeden Helm?

Pinlock® arbeitet mit nahezu jedem Helmhersteller zusammen. Ein Einbau einer Pinlock®-Scheibe ist jedoch nur möglich, wenn das Visier deines Helms die entsprechenden "Pins" für die Befestigung aufweist.

Sind die Visiere einer Helmmarke untereinander austauschbar?

Dies ist mitunter der Fall. So passt das “VAS-V Max Vision” Austauschvisier von ARAI auf sehr viele Modelle dieses Herstellers. Dennoch musst du immer genau prüfen, ob das Ersatzvisier speziell für dein exaktes Helmmodell passend ist. Auch die richtige Größe ist relevant, da die Hersteller immer verschieden große Helmschalen für ein Helmmodell anbieten. Der Hersteller SCHUBERTH bietet zum Beispiel das “E2 Visier SV6” in zwei Größen für die Bereiche XS-L und XL-3XL an.

Verliere ich Versicherungsschutz, wenn ich mit einem „DAYTIME USE ONLY“-Visier in der Dämmerung verunglücke?

Ja, der ADAC weist darauf hin, dass verspiegelte und stark getönte Visiere schon auf Dämmerungsfahrten und natürlich bei Dunkelheit verboten sind. Bei Missachtung dieses Verbots ist mit rechtlichen Konsequenzen und im Fall eines Unfalls sogar mit Regressforderungen der Versicherung zu rechnen.

Gilt die ECE-R 22.06 in ganz Europa uneingeschränkt?

Obwohl die ECE-R 22.06 eine europäische Norm ist, behalten sich einzelne Länder eine abweichende Auslegung der Vorschriften vor. In Großbritannien (UK) galten in der Vergangenheit strengere Regeln für getönte Visiere. Stark getönte Visiere, die in der EU erlaubt waren, durften dort zeitweise tagsüber nicht verwendet werden. Auch Italien wird oft genannt, wenn es um strengere Kontrollen der Helme und Visierzulassungen geht.

Wie kann ich auf Auslandstouren Ärger mit dem Visier vermeiden?

Es gibt kein EU-weites generelles Verbot von getönten Motorradvisieren. Die Einschränkungen beziehen sich meist auf die Sichtverhältnisse. Es ist also empfehlenswert, auf Fahrten in andere Länder ein klares Ersatzvisier mitzuführen. So ist man immer auf der sicheren Seite, falls sich die Lichtverhältnisse ändern.

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Wir führen eine große Anzahl von Helmvisieren verschiedener Hersteller. Natürlich kannst Du uns auch gerne in unserer Hamburger Filiale am Offakamp 7 in Hamburg besuchen und Dich beraten lassen. Diese Artikel findest Du bei uns:

  • Flat Shield Visiere
  • Bubble Shield Visiere
  • Selbsttönende Visiere
  • Pinlock® Visiere
  • Visierbrillen
  • Visierzubehör

 

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